Presseinformation – 14. August 2019


Milchwerke Schwaben setzt auf Investitionen

Am Standort in Schwaighofen läuft der Ausbau weiter.

Die von den Landwirten angelieferten Milchmengen nehmen zu. Vorstand der Genossenschaft legt Fokus auf Selbstständigkeit. Das untermauert die Genossenschaft der regionalen Milchbauern mit einem nennenswerten Investitionspaket über mehrere Jahre im Wert von 23 Millionen Euro, auch unter Hinzunahme von Fördermitteln.

Es geht um sichtbare Projekte auf dem Neu-Ulmer Werksgelände in Schwaighofen: wie ein Verpackungslager für Frischeprodukte und für Milchpulver sowie ein neues Käselager – beide im Rohbau. Außerdem hat Schwabenmilch die Käserei von 30 000 auf 40 000 Jahrestonnen erweitert und deshalb eine zweite Verpackungslinie installiert. Für die Ein-Kilo-Joghurts, die man aus den meisten Supermärkten kennt, hat das Unternehmen eine zweite, wesentliche größere Füllmaschine mit sechs statt bisher zwei Bahnen installiert.

Darüber hinaus gibt es eine zweite Dessertanlage für Milchreis und Gries. Entscheidend: das Milchgeld Die technischen Investitionen betreut im Vorstand Jakob Ramm, der das Projekt bis zur Fertigstellung nicht aus den Händen gibt: Er hat seinen Vertrag um zwei Jahre bis 67 verlängert. Aus seiner Sicht haben die Investitionen – vor allem die 2013 eröffnete neue Käserei – die Molkerei im schwierigen Milchmarkt robuster gemacht: „Wir sind besser geworden.“ Der Milchauszahlungspreis als entscheidende betriebswirtschaftliche Komponente liege im Durchschnitt zwei Cent über der Konkurrenz. Vor allem wegen rückläufiger Butterpreise wurde der Auszahlungspreis für die rund 900 Lieferanten zuletzt allerdings um zwei auf 34 Cent je Kilogramm zurückgenommen. 2017 war sogar die Wunschmarke von 40 Cent erreicht worden. Ramm, der das Unternehmen mit seinem Kollegen Karl Laible führt, beschreibt die neue Stärke der Milchwerke so: „Wir sind so aufgestellt, dass wir gegenüber unseren Kunden Ja und Nein sagen können.“ Es wird generell nichts auf Halde produziert, weil dadurch natürlich mit Blick auf die Haltbarkeit der Druck zum Abverkaufen und zu Preiszugeständnissen steigt.

Die Milchwerke erzielen den Hauptumsatz mit ihrem Donautaler- Käse, der aber nicht nur mit neuem Verpackungsdesign in den Kühlregalen zu finden ist, sondern auch in Pizzerien zur Weiterverarbeitung kommt. Das waren zuletzt 90 von rund 227 Millionen Euro Umsatz. Danach rangieren die Frischeprodukte wie Kilojoghurt und Milchreis mit 65 Millionen, Butter mit 40 Millionen und Milchpulver, das nicht zuletzt in Ritter-Sport-Schokolade zum Einsatz kommt. Von Frischmilch hatten sich die Milchwerke bereits 1998 getrennt, weil die auf diese Weise verkauften Mengen aus Sicht Ramms zu gering waren. Auch so ist die Molkerei in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen und hat nach der Krise von Allgäuland 2012 einen regelrechten Sprung gemacht. Während die Milchanlieferung im Jahr 2010 noch 293 Millionen Kilogramm betrug, erwartet Ramm fürs laufende Jahr 410 Millionen Kilo. Der Durchschnitt der deutschen Molkereien mit eigener Anlieferung liegt bei jährlich etwa 300 Millionen Kilogramm Milch.

Die Milchwerke Schwaben bewegen sich somit inzwischen sogar im oberen Viertel und im Umfeld noch größerer Betriebe. Nachdem die wesentliche Strukturbereinigung über die Bühne ist, steht für Ramm daher fest: „Wir wollen selbstständig bleiben.“





Über Milchwerke Schwaben eG:
Milchwerke Schwaben ist eine mittelständische Molkereigenossenschaft und gehört rund 1.600 Landwirten. Das Unternehmen mit rund 180 Mitarbeitern erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von 233,3 Mio. Euro. Die Produkte werden unter den bekannten Markennamen Weideglück und Weideglück Bio vertrieben. Milchwerke Schwaben ist bundesweit der führende Hersteller von Molkereiprodukten in 1.000 g Bechern. Neben Natur- und Fruchtjoghurt wird das Produktportfolio von Desserts, Käse und Butter ergänzt. Weitere Informationen finden Sie unter www.weideglueck.de