Presseinformation – 16. April 2019


Geschäftsbericht 2018:

Stabile Geschäftsentwicklung bei Milchwerke Schwaben

Neu-Ulm, 16. April 2019 – Die Milchwerke Schwaben eG haben im Jahr 2018 einen Gesamtumsatz von 226,9 Millionen Euro sowie einen Jahresüberschuss von 2,7 Millionen Euro (2017: 2,4 Mio. €) erzielt. Wie der aktuelle Geschäftsbericht 2018 aufzeigt, resultierten die leichten Erlösrückgänge von 6,5 Millionen Euro zum Vorjahr (-2,7%) vor allem aus der hohen Milchanlieferung Ende 2017 und zu Beginn 2018. Diese führten auf Grund des Preisdrucks zu Ertragseinbußen bei Milchfett und Käse. Höhere Preise für Butter und Käse ab dem zweiten Quartal 2018 wiederum trugen zu Erhöhungen des Auszahlungspreises bei. Insgesamt lieferten die 894 Milcherzeuger der Genossenschaft 380,5 Millionen Kilogramm Milch, davon 8,1 Millionen Biomilch, in die Zentrale nach Neu-Ulm. Dieser neue Rekord entspricht einer Zunahme von 12,2 Millionen Kilogramm oder 3,3 Prozent gegenüber 2017.

Entwicklung der Produktbereiche
Das Absatzvolumen von Käse und SB-Käse belief sich im vergangenen Jahr auf 30.700 Tonnen und konnte damit auf dem hohen Vorjahresniveau stabil gehalten werden. Bei dem für die Milchwerke Schwaben klassischen Segment Joghurt und Dessert gelang es, den Absatz um 5,6 Prozent erneut zu steigern. Die Absatzmengen bei Milchreis im 200-Gramm-Becher beziehungsweise 150-Gramm-Becher stiegen um 16,7 Prozent deutlich an. Der Butterabsatz ging um 5,3 Prozent auf knapp 5.600 Tonnen zurück. Die Gesamtmenge an verkauftem Molke- sowie Magermilchpulver betrug 2018 rund 23.500 Tonnen. Der Verkauf von Rohmilch und Rahm war eingeschränkt. In diesem Bereich wurden ungefähr 11,9 Millionen Kilogramm verkauft. Insgesamt wurden im Jahr 2018 – nahezu unverändert zu 2017 – inklusive des Zukaufs von Milch und Molke 426,8 Millionen Kilogramm Rohstoffe verarbeitet.

Milch ohne Gentechnik
Die Milchwerke Schwaben hatten bereits im Herbst 2017 ihr Ziel erreicht, einen Teilbereich des Erfassungsgebietes sortenrein auf „Milch ohne Gentechnik“ umzustellen. Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft hatten daraufhin zur Jahresmitte 2018 beschlossen, interessierten Landwirten die Umstellung auf freiwilliger Basis zu ermöglichen. So konnte der Anteil der nach den Richtlinien des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) zertifizierten Milch ohne Gentechnik im Dezember 2018 auf 57,5 Prozent angehoben werden. Damit waren, bezogen auf die Gesamtanlieferung des Jahres, 42,8 Prozent der Milch VLOG-zertifiziert.

Soziales Engagement
Milchwerke Schwaben unterstützt seit Jahren regionale Sportveranstaltungen wie zum Beispiel den Ulmer Einstein-Marathon und den U11-Eurocup in Oberelchingen. Das Unternehmen versorgt bei den Veranstaltungen Sportler und Zuschauer mit Energie liefernden Snacks für zwischendurch wie Milchreis, Naturjoghurt oder Butter und Käse für herzhafte Stullen. Zusätzlich spendete Milchwerke Schwaben 5.000 Euro an das Sozialprojekt „Lauf Anna, lauf!“. Mit weiteren 37.000 Euro setzte sich das Unternehmen für den Erhalt des Ulmer Münsters und hilfsbedürftige Menschen in der Nachbarschaft im Rahmen der „Aktion 100 000“ ein.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2019
Nach einem gelungenen Start ins Jahr 2019 bewegen wir uns vielversprechend innerhalb unserer Absatzmärkte. Wir mussten zwar zu Ende des Jahres 2018 sowohl bei Käse als auch bei Butter mit rückläufigen Preisen zurechtkommen, die sich zum Start des Jahres 2019 negativ auf den Milchauszahlungspreis auswirken, andererseits jedoch zeigen unsere Abverkaufsmengen zielstrebig nach oben, zeigt sich Karl Laible, geschäftsführender Vorstand bei Milchwerke Schwaben, für das laufende Jahr optimistisch. Für die Monate Mai und Juni ist für die Natur- und Fruchtjoghurts der Marke Weideglück eine Verbraucherkampagne geplant. Diese wird durch Plakate und Radio-Werbung unterstützt sowie mit Gewinnspielaktionen flankiert. Auch für die SB-Variante Donautaler wird es ein regional auf Bayern und Baden-Württemberg ausgeweitetes Gewinnspiel geben. Ferner ist geplant, weitere Produkte ohne Gentechnik nach dem VLOG-Standard anzubieten. „Für das Jahr 2019 gehen wir erneut davon aus, dass wir einen wettbewerbsfähigen, am Markt erwirtschafteten Milchpreis für unsere Milcherzeuger auszahlen können“, so Laible.

Die Kennzahlen 2018 auf einen Blick
Verarbeitung Rohstoff | Mio. kg 426,8
Investitionen | Mio. € 5,3
Umsatz | Mio. € 226,9
Eigenanlieferung | Mio. kg 380,5
Zukauf Milch u. Molke | Mio. kg 46,2
Gesamtverarbeitungsmenge | Mio. kg 426,8
Anzahl Lieferanten zum 31.12. | 894
Durchschnittliche Anlieferung
je Lieferant | in Tausend kg 425
Bilanzsumme | Mio. € 70,7
Eigenkapital | Mio. € 36,8
Liquide Mittel |Mio. € 7,6
Mitarbeiter | 184 (einschl. 12 Auszubildende)

Der durchschnittliche konventionelle Milchauszahlungspreis lag bei Standard 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß bei brutto 40,15 ct / kg (bei 10,7 % MwSt.)
Der durchschnittliche Bio-Milchauszahlungspreis lag bei Bio 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß bei brutto 53,40 ct / kg (bei 10,7 % MwSt.)





Über Milchwerke Schwaben eG:
Milchwerke Schwaben ist eine mittelständische Molkereigenossenschaft und gehört rund 1.600 Landwirten. Das Unternehmen mit rund 180 Mitarbeitern erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von 233,3 Mio. Euro. Die Produkte werden unter den bekannten Markennamen Weideglück und Weideglück Bio vertrieben. Milchwerke Schwaben ist bundesweit der führende Hersteller von Molkereiprodukten in 1.000 g Bechern. Neben Natur- und Fruchtjoghurt wird das Produktportfolio von Desserts, Käse und Butter ergänzt. Weitere Informationen finden Sie unter www.weideglueck.de